Trainingswoche Giverola vom 6. bis 11. April 2015



Mit insgesamt 3 Autos fuhren wir (Hubi, Othmar, Andi, Sascha, Sarah und Esther) nach Kallnach, wo uns dann der Bus zu unserer Anlage nach Giverola bringen sollte. Über Umwege, mehrheitlich 30er Zonen, kamen wir schlussendlich pünktlich in Kallnach an. Für solche Umstände rechnet man ja immer genügend Zeit mit ein!!! In Kallnach luden wir unsere Rennvelos und Gepäck in den Car und los ging die ca. 10stündige Fahrt durch Frankreich nach Spanien. Mit etwas Verspätung, ca. nach 9.00 Uhr erreichten wir das Ferienresort Giverola, wo wir herzlich begrüsst wurden. Nachdem wir unser Gepäck deponiert hatten, Velos versorgt und Sportpacket gefasst, ging es zum Frühstücksbuffet, wo wir unsere Energiespeicher nach der langen Fahrt auffüllen konnten. Wir waren uns alle einig, eine erste Erkundungstour auf dem Rennvelo zu unternehmen. Frisch gestärkt schwangen wir uns auf unsere Fahrräder und zogen los der Küstenstrasse entlang Richtung Sant Feliu. Dort angekommen genehmigten wir uns einen Café am Strand. Den gleichen Weg ging es wieder zurück zur Anlage. Unsere erste Tour betrug ca. 50 km. Inzwischen waren unsere Bungalows bezugsbereit. Vor dem Abendessen gab es noch eine kurze Info für die neuen Gäste über das Wochenprogramm. Beim Nachtessen wurde schon rege diskutiert, in welcher Stärkeklasse man sich bei den Rennvelofahrer wohl einstufen soll. Für Esther galt die Devise möglichst weit unten anfangen mit Luft nach oben…. Andi und Hubi reihten sich in der Mitte ein und für unseren Triathlet Othmar stellte sich diese Frage erst gar nicht. Sein Tagesprogramm war vollgepackt mit Schwimmen, Footing, Rennvelofahren, Koppeltraining, Stabi, etc. Sascha und Sarah leiteten wie schon die Jahre zuvor die Runningruppe.

Am Sonntag war eine schöne Tour von rund 107 km über den Santa Pellaia vorgesehen. Es waren total ca. 1300 Höhenmeter zu überwinden. Während Andi und Hubi sich in der Gruppe ziemlich schnell zurechtfanden und wohl fühlten, merkte Esther schon ziemlich rasch, dass sie in ihrer Gruppe unterfordert war. Sie entschloss sich, am nächsten Tag in die schnellere Gruppe zu wechseln. Die Fahrt auf den Santa Pellaia war sehr angenehm; sanfte, gleichmässige Steigung mit einer wunderschönen Talfahrt auf der anderen Seite. Unten angekommen, legten wir unseren Mittagshalt ein. Der Lunch wurde jeweils von einem Begleitfahrzeug mitgeführt. Die Hälfte der Strecke war bereits geschafft und der Rest war mehr oder weniger flach mit ein paar kleinen Kuppen. Zufrieden fanden wir uns nach der ersten Gruppentour wieder im Resort ein. Viel Zeit zum rumliegen blieb meistens nicht. Die Zeit reichte zum Duschen, kurz hinlegen oder etwas lesen bevor es wieder zum Nachtessen ging. Das reichhaltige Buffet hielt für jeden etwas bereit. Während man sich stärkte wurde über die Erlebnisse des vergangenen Tages diskutiert. Jeder hatte etwas zu erzählen. Am Montag war bereits eine längere Distanz zu überwinden; 138 km nach Les Serres. Während Andi und Hubi ihrer Gruppe treu blieben wechselte Esther in die nächst höhere Gruppe, wo sie sich schnell wohl fühlte. Die Route führte zuerst durch das endlose Tossatal über den Tossapass nach Llagostera. Von den Höhenmeter unterschied sich die Tour gegenüber dem Vortag nur wesentlich. Die Herausforderung stellte viel mehr der Wind dar. Es galt eng beieinander zu bleiben und dicht hintereinander zu fahren, was nicht immer gelang. Aber auch an diesem Abend sah man nur zufriedene und glückliche Gesichter. Am Dienstag war Ruhetag angesagt. Hubi, Andi, Othmar, Sarah und Esther nutzten den Vormittag für einen Spaziergang dem schönen Küstenweg entlang nach Tossa. Wie schon die Tage davor, war das Wetter wieder traumhaft. Mit dem aufkommenden Wind gegen Mittag hatten wir uns inzwischen bereits abgefunden. Während Sarah, Andi und Hubi sich am Nachmittag aufs Rad schwangen, beschlossen Esther und Othmar in der Anlage zu bleiben, und die Sonne zu geniessen. Am Mittwoch standen 144 km auf dem Programm. Diesmal wurde der Santa Pellaia von der anderen Seite gefahren. Sowohl Andi, Hubi und Othmar als auch Esther stellten in ihren Gruppen schon ziemlich rasch fest, dass die „Urner-Delegation“ im Berg sehr stark war. Das Wintertraining im Spinning machte sich bezahlt. Wobei ich fast sicher bin, dass in Giverola keiner von uns jemals von der Position 4 Gebrauch gemacht hat… ;-)

Am Donnerstag war eine kürzere Tour vorgesehen, da man sich für die bevorstehende Königsetappe vom Freitag schonen wollte. Während Hubi dem Rennrad treu blieb, entschlossen Esther und Andi sich für diesen Tag bei der Runniggruppe Sascha und Sarah anzuschliessen. Es standen ca. 14 Laufkilometer auf dem Programm, während Hubi auf dem Rennrad ca. 70 km zu absolvieren hatte.

Am Freitag ging es früh los. Die Königsetappe auf den Sant Hilari mit 170 km stand vor der Tür. Nach den ersten 85 km traf man sich auf dem Sant Hilari zum Mittagessen. Der strengste Teil war somit überwunden. Danach folgte eine 20 km lange Abfahrt und anschliessend ging es mehrheitlich flach bis nach Llagostera. Wie immer, war am Ende des Tages noch der Tossapass in Angriff zu nehmen. Am Abend hatten alle etwas müde Beine, inklusive unser Triathlet Othmar, der den Longjog über 29 km unter die Füsse nahm. Nach dem Nachtessen wurde noch eine Diashow mit Fotos von der ganzen Woche gezeigt. Wir liessen diesen Abend mit ein paar Grappas und interessanten Diskussionen ausklingen. Am Samstag hiess es für die einen von uns bereits wieder packen. Da uns aber noch der ganze Tag zur Verfügung stand, beschlossen wir, noch eine Tour über den Sant Grau nach Llagostera zu machen. Die Urner-Truppe war fast komplett, nur Sascha fehlte. Nach einer Stärkung in Llagostera fuhren wir wieder über den Sant Grau zurück nach Giverola. Am Abend hiess es dann für Hubi, Othmar und Esther Abschied nehmen, während Andi, Sascha und Sarah noch eine weitere Woche in Giverola bleiben. Ich glaube, ich spreche im Namen von allen, dass es eine echt tolle Woche war und jeder von uns auf seine Kosten kam. Danke euch!